Zwei Tragödien von Sophokles an einem Abend
Die Geschichte des Hauses Theben beginnt mit einem Rätsel – und endet in einer moralischen Entscheidung. Zwischen König Ödipus und Antigone liegen Jahre, doch beide Tragödien erzählen von derselben Frage: Wie weit reicht die Verantwortung des Einzelnen – gegenüber sich selbst, gegenüber der Wahrheit und gegenüber dem Gesetz?
ZUR HANDLUNG VON ‚ÖDIPUS‘:
Nach seinem Sieg über die Sphinx wird Ödipus zum Held von Theben. Dort lernt er die Königswitwe
Iokaste kennen, deren Mann Laios auf mysteriöse Weise umgekommen ist und besteigt nach ihrer
Hochzeit schließlich selbst den Thron. Als ihn der Seher Teiresias jedoch des Mordes an Laios und
der „Blutschande“ bezichtigt, verschließt Ödipus die Augen vor der Wahrheit, wird zunehmend
paranoid, sieht eine Verschwörung hinter den Anschuldigungen. Doch das Schicksal lässt sich nicht
betrügen und letzten Endes führt jeder Schritt zur Vermeidung nur weiter zu dessen Erfüllung und
Ödipus blinder Stolz leitet ihn schließlich in sein Verderben.
BESETZUNG ‚ÖDIPUS‘:
REGIE: Christof Lange
ÖDIPUS: Uwe Bolduan
KREON: Jens Wegener
IOKASTE: Nele Dinse
HIRTE: Isabella Winter
BOTE: Jens Wegener
TEIREASIS: Vera Hubert
ZUR HANDLUNG VON ‚ANTIGONE‘:
Eteokles und Polyneikes sind tot. Die beiden Söhne des Ödipus haben sich im Kampf um Theben
gegenseitig umgebracht. Als Verteidiger der Stadt wird Eteokles nach den Sitten bestattet. Doch durch
das Verbot von König Kreon wird seinem Bruder Polyneikes, als Angreifer gegen die Stadt, diese Ehre
verweigert. Antigone, die Schwester der beiden Verstorbenen, lehnt sich gegen das Verbot
des Königs auf und beginnt damit das Ende des Herrscherhauses ihres Vaters Ödipus.
BESETZUNG ‚ANTIGONE‘:
REGIE: Christof Lange
ANTIGONE: Kim Josephine Bonath
ISMENE & EURYDIKE: Marlene Prüter
HAIMON: Caroline Hübner
TEIRESIAS: Betty Tomm
WÄCHTERIN: Franziska-Leoni Felgenhauer
BOTIN: Larissa Reiche
KREON: Jens Wegener
